KI News #44

Hallo und herzlich willkommen zur vierundvierzigsten Ausgabe von KI News. Auch diesmal führt kein Weg an ChatGPT und Googles Konkurrenz-Bot Bard vorbei. Daneben geht es aber auch noch um andere Sprachmodelle, Gesichtserkennung im Madison Square Garden und es gibt ein Update zum autonomen Fahren.

Viel Spaß beim Lesen!

Inhalt

Neues von ChatGPT und Googles Chatbot Bard

Bing hat jetzt einen integrierten Chatbot, Google auch bald, und beide erfinden munter Informationen. Alles wichtige hier (von einem Menschen) zusammengefasst:

Neuigkeiten zu Sprachmodellen, die nicht in eine Suchmaschine integriert sind

Wenn man die Techniknachrichten verfolgt, wirkt es zur Zeit nicht unbedingt so, aber es gibt tatsächlich auch noch interessante Neuigkeiten im KI-Bereich, die nichts mit Suchmaschinen zu tun haben.

Die Rolle von Gesichtserkennung im Madison Square Garden

MSG Entertainment, das Unternehmen, das unter anderem den bekannten Madison Square Garden in New York betreibt, benutzt Gesichtserkennung, um die Besucher zu kontrollieren.

Bekannt geworden ist das, weil MSG sich entschieden hat, allen Anwält:innen, die in Kanzleien arbeiten, die an Verfahren gegen MSG beteiligt sind, den Besuch zu verbieten. Das hat dazu geführt, dass eine Anwältin, die die Pfadfinderinnen-Gruppe ihrer Tochter zu einer Tanzveranstaltung begleiten wollte, hinausgeworfen wurde, was einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.

Aber was passiert, wenn man sich mit einer Schar von Anwält:innen anlegt? Sie verklagen einen.

So geht es jetzt auch MSG Entertainment. Die Argumentation der Anwält:innen ist, dass es einen gefährlichen Präzendenzfall schaffen könnte, wenn Menschen, die nichts falsch gemacht haben und ein gültiges Ticket besitzen, von öffentlichen Veranstaltungen ausgeschlossen werden können.

Wie die deutsche Bundesregierung den Einsatz von Gesichtserkennungssoftware zur Massenüberwachung im öffentlichen Raum durch die Polizei erlauben will, beschreibt die Tagesschau in einem aktuellen Artikel:

Autonomes Fahren, Februar Update

Beim autonomen Fahren dominieren im Moment die schlechten Neuigkeiten.

FLAME - Vorhersage von Excel-Formeln

Forscher:innen von Microsoft haben ein Modell namens FLAME (Formula LAnguage Model for Excel) darauf trainiert, Excel-Formeln vorherzusagen.

FLAME hat 60 Millionen Parameter, was für aktuelle Sprachmodelle relativ klein ist. Die Architektur ist ein Encoder-Decoder Transformer. Modelle mit dieser Architektur sind besonders gut für Text-zu-Text-Aufgaben, wie z.B. Übersetzungen geeignet.

FLAME wurde auf 927 Millionen Excel-Formeln trainiert. In den Tests der Forscher:innen hat es gezeigt, dass es ähnlich gut in der Formel-Vorhersage ist wie das 3.000x größere Codex-Modell von OpenAI.

Interessanterweise hat Google Ende 2021 auch schon ein Modell zur Vorhersage von Formeln in Tabellenverarbeitungsprogrammen entwickelt. Der Unterschied der beiden Modelle liegt darin, dass das Modell von Google die Tabelle auswertet und eine dazu passende Formel vorschlägt, während FLAME einfach nur eine Vervollständigung der Formel vorhersagt, ohne weiteren Kontext zu beachten.

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